Wer kennt ihn nicht, den »Süßholzraspler« – jenen schmeichlerischen Charmeur, der mit süßen Worten um sich wirft, doch oft nur leere Versprechungen im Gepäck hat? Klaus-D. Kreische entführt uns in seinem Buch Lakritz Traktat auf eine faszinierende Spurensuche durch die Geschichte des Lakritz und zeigt, wie tief die Wurzeln unserer heutigen Vorlieben und Vorurteile reichen.
Ein Zwiespalt zwischen Leidenschaft und Zurückhaltung
Lakritzliebhaber kennen das Gefühl: In der Öffentlichkeit wird die Vorliebe für das schwarze Gold oft mit skeptischen Blicken bedacht. Doch unter Gleichgesinnten entfaltet sich eine ungebändigte Begeisterung. Kreische beschreibt diesen »Zwiespalt« treffend:
„Sobald er sich unter Gleichgesinnten befindet, wird der Lakritz-Liebhaber hemmungslos, lässt alle Vorbehalte fallen und geht voll in seiner Schwärmerei auf.“
Doch woher kommt diese Ambivalenz? Die Antwort liegt in der Renaissance, einer Epoche, die nicht nur den Handel mit exotischen Zutaten wie Süßholz revolutionierte, sondern auch unser Verhältnis zu Genuss und Sinnenfreude prägte. Der Renaissance-Mensch entdeckte die Lust am Diesseits – und mit ihr die Freude an intensiven Geschmackserlebnissen.
Lakritz als Spiegel kultureller Veränderungen
Kreisches Buch zeigt, wie Lakritz mehr ist als nur eine Süßigkeit: Es ist ein kulturelles Phänomen, das eng mit gesellschaftlichen Umbrüchen verbunden ist. Die Entdeckung neuer Ingredienzien und die wachsende Sinnenfreude der Renaissance schufen den Nährboden für eine Leidenschaft, die bis heute polarisiert.
„Es treten bestimmte charakteristische Eigenschaften hervor, die nun den Renaissance-Menschen auszeichnen: Sinnenfreude, Hinwendung zur Natur, Individualismus.“
Warum dieses Buch im Lakritzkeller Hamburg nicht fehlen darf
Für alle, die Lakritz nicht nur essen, sondern auch verstehen wollen, ist der Lakritz Traktat ein Muss. Kreische verbindet historische Fakten mit unterhaltsamen Anekdoten und schafft so ein Werk, das sowohl informiert als auch begeistert.
Besuchen Sie uns im Lakritzkeller Hamburg und entdecken Sie selbst, wie viel Geschichte in jedem Stück Lakritz steckt – oder verschenken Sie das Buch an einen Mitliebhaber, der den Zwiespalt zwischen Genuss und gesellschaftlicher Akzeptanz nur allzu gut kennt!
